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ProSiebenSat.1 Media verkaufen


11.12.2001
BoersenMan.de

Die Wertpapierexperten von "BoersenMan.de" empfehlen die Aktie ProSiebenSat.1 Media AG (WKN 777117) zu verkaufen.

Leo Kirch, Medienzar aus München, sei ein Meister der Winkelzüge und Geschäfts-Ideen. Jetzt könnte Leo Kirch erstmals mit seinen eigenen Waffen geschlagen werden. Der australische Mediengigant Rupert Murdoch denke über eine feindliche Übernahme der gesamten Kirch-Gruppe nach.

Könne sein, dass Kirch läppische 900 Millionen Mark zu Fall bringen würden. Denn neben Murdoch würden ihm nervöse Banken im Nacken sitzen. Geld sei keins da, das Geschäft bei ProsiebenSat1 laufe wegen sinkender Werbeeinnahmen schlecht. Kirchs Pay-TV-Sender Premiere mache keine Mark Gewinn. Bei Premiere sei Murdoch übrigens beteiligt, und er werde diesen Hebel zu nutzen wissen.


Die Dresdner Bank wolle 900 Millionen Mark zurückhaben, noch vor Weihnachten. Murdoch solle vorgeschlagen haben, die 900 Millionen vorzuschießen - um sich scheibchenweise ins Kirch- Imperium einzukaufen. Kirch flehe dagegen seine Hausbanken an, nicht auf Murdochs Seite zu wechseln. Wie immer gehe es um die Marktführerschaft auf dem wichtigsten europäischen Fernsehmarkt - Deutschland. Murdoch habe gute Karten. Die Kriegskasse sei gefüllt, er sei gerissen und risikobereit.

Kirch sei Murdoch über den Verlustbringer Premiere ausgeliefert. Denn eine Abmachung sehe vor, dass sich Murdoch in einem Jahr ausbezahlen lassen könne, wenn Premiere seine Ziele nicht erreiche. Damit würden drei Milliarden Mark fällig. Dass Murdoch den Premiere-Hebel ansetzen werde, sei sicher: Er wolle gemeinsam mit seinem Kabelbetreiber-Geschäftsfreund Malone von Liberty Media den deutschen Markt aufrollen.

Viele Banken empfehlen die Aktie von Liberty Media zum Kauf. Murdochs News Corporation verzeichne Aktiengewinne.

Kirchs ProSiebenSat1 dagegen werde abgewatscht: Aktienkurs fallend, das Papier ProSiebenSat1 Media ist Underperformer und wird zum Verkauf empfohlen, so die Experten von "BoersenMan.de".




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